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Der Garten im Oktober

vor 10 Stunden
2 Min. Lesezeit

Laubkompost richtig anlegen


Laub ist ein wertvoller Rohstoff für den Garten, denn es liefert humusreiche Erde. Allerdings zersetzen sich die Blätter unterschiedlich schnell: Weiches Laub von Obstbäumen, Ahorn oder Linde verrottet rasch – meist innerhalb eines Jahres. Hartes, gerbstoffreiches Laub von Eiche, Kastanie oder Walnuss braucht deutlich länger, oft zwei bis drei Jahre. Damit die Rotte gelingt, wird das Laub mit stickstoffreichen Materialien wie Rasenschnitt, Hornspänen oder etwas Gartenerde vermischt. Zerkleinern, anfeuchten und mit Jute oder Vlies abdecken, beschleunigt den Prozess zusätzlich. Regelmäßige Kontrolle verhindert Austrocknung. Nach 12–24 Monaten entsteht ein lockerer Laubkompost. Ideal als Bodenverbesserer für Staudenbeete, Gehölze und Schattenpflanzen wie Farne oder Hostas. Für Gemüsebeete ist er weniger geeignet – hier besser mit reifem Gartenkompost mischen.


Frisches Gemüse auch im Winter ernten


Wer im Herbst noch aktiv wird, kann sich den ganzen Winter über frisches Gemüse aus dem eigenen Garten sichern. Besonders gut für die Aussaat im September eignen sich robuste Kulturen wie Feldsalat, Spinat, Rucola, Petersilie und Winter-Erbsensprossen. Sie keimen auch bei kühleren Temperaturen und wachsen zuverlässig weiter. Teilweise kann auch Mangold noch erfolgreich angebaut werden. Jetzt ist außerdem die ideale Zeit, Knoblauch zu stecken. Die Zehen überwintern im Beet und können im kommenden Jahr geerntet werden.


Viele Gemüsesorten, die bereits im Sommer oder Frühherbst gepflanzt wurden, liefern sogar während der kalten Jahreszeit frische Ernte. Dazu zählen Grünkohl, Rosenkohl, Wirsing, Pastinaken und Steckrüben. Mit der richtigen Auswahl wird das Beet oder Hochbeet so auch im Winter zur Vorratskammer und versorgt die Küche bis ins Frühjahr mit frischem, vitaminreichem Gemüse.


Heimische Gehölze für Hecken


Heimische Wildgehölze sind besonders wertvoll für unsere Tierwelt. Sie bieten Vögeln Schutz und Nistmöglichkeiten, ihre Früchte dienen als Winterfutter und ihre Blüten liefern Nektar und Pollen für Bienen sowie andere Bestäuber. Auch viele Käfer, Raupen und weitere Insekten nutzen ihre Blätter als Nahrung. Deshalb sind angefressene Blätter kein Makel, sondern ein Zeichen dafür, dass die Pflanze ökologisch wirksam ist. Exotische Gehölze werden dagegen oft kaum genutzt und tragen daher deutlich weniger zur Artenvielfalt bei. Bei Zuchtformen sollten ungefüllte Blüten bevorzugt werden, damit Insekten an Nektar und Pollen gelangen. Für Hecken eignen sich schnittverträgliche Arten wie Liguster, Kornelkirsche, Heckenkirschen, Hainbuche, Stechpalme oder Berberitze, die zugleich wertvollen Lebensraum schaffen.


Laub und Reisig: Natürliche Winterquartiere im Garten


Ein naturnaher Garten darf im Herbst und Winter ruhig etwas unordentlich wirken. Laub, Äste und verblühte Pflanzen bieten vielen Tieren wichtige Überwinterungsplätze und sind zugleich wertvolle Ressourcen für den Garten. Besonders die Laubschicht dient zahlreichen Insekten als Schutz. Unter Sträuchern und Bäumen kann das Laub daher liegen bleiben. Auf Rasenflächen und immergrünen Stauden sollte es jedoch entfernt werden, damit die Pflanzen ausreichend Luft und Licht erhalten. Das gesammelte Laub eignet sich hervorragend zum Mulchen kahler Beete und schützt den Boden vor Witterungseinflüssen. Auf Laubsauger und Laubbläser sollte möglichst verzichtet werden, da sie viele Kleinstlebewesen schädigen. Im Frühjahr kann das Laub kompostiert werden. Aus überschüssigem Laub und Reisig lässt sich zudem ein Haufen anlegen, der Igeln, Erdkröten und anderen Tieren als Winterquartier dient. Dieser sollte bis Ende April ungestört bleiben.


© Bundesverband der Kleingartenvereine Deutschlands e. V.

 
 
 

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